Local Heroes Bayern 2026: PLUME – das ist rohe Energie, Vision und kontrolliertes Chaos
Ihr Anspruch geht über Musik hinaus: Sie wollen „die Vision von PLUME“ weiterentwickeln und „neue Leute mit großen Ambitionen“ kennenlernen. (Foto: Jessy Romero Walter)
Am 26. Juni steigt das Local Heroes Bayern-Landesfinale auf dem „ab geht die Lutzi“. Mit PLUME aus München steht eine Band auf der Bühne, die ihre Musik als Gesamterlebnis versteht – intensiv, visuell und mit dem klaren Anspruch, Grenzen immer wieder neu zu verschieben.Manche Bands definieren sich über ein Genre. Andere über eine bestimmte Haltung. PLUME gehören eindeutig zur zweiten Kategorie. Schon der Name ist mehr als ein Label. „PLUME ist das englische und französische Wort für Zierfeder“, erklären sie. „Also kunst- und ausdrucksstarkes Gefieder, das dazu gedacht ist, schön auszusehen, zu beeindrucken und zu überraschen.“ Genau darin sehen sie auch ihren eigenen Anspruch. Musik nicht nur hörbar, sondern erlebbar zu machen.
PLUMEs Ziel ist klar international gedacht: „In einigen Jahren sind wir hoffentlich auf vielen Bühnen in verschiedenen Ländern unterwegs.“ (Foto: Kornelia Zimmermann)
Bühne: Das ist wie zu Hause sein
Der Weg dorthin begann früh, aber nicht als konkreter Plan. Musik war für alle Bandmitglieder schon immer präsent. Instrumente, erste Projekte, die Vision, gemeinsam etwas Eigenes zu schaffen. „Wir spielen unsere Instrumente alle bereits seit jungen Jahren“, sagen sie rückblickend. Daraus entsteht Schritt für Schritt eine Band, die mehr will als nur Songs zu veröffentlichen.
Dieser Anspruch zeigt sich besonders auf der Bühne. Für PLUME ist sie kein Ort der Präsentation, sondern ein Zustand. „Wie zu Hause zu sein, der Ort wo wir hingehören“, beschreiben sie das Gefühl. Ein Raum, in dem Kreativität und Chaos bewusst zugelassen werden.
Mit Riesenschritten Richtung Erfolg
Ein zentraler Moment in ihrer Entwicklung ist der Song „!Real Spirit! Caught On Tape“. Für die Band markiert er einen Wendepunkt. Mit ihm beginnt eine neue Zeitrechnung. „Der Song hat für uns ein neues Kapitel in der Bandgeschichte aufgeschlagen und ist der Beginn von so Vielem. Zusammen mit unserem neuen Label Arising Empire werden wir dieses Jahr unser Debüt-Album Saferooms & Healing Frequencies releasen, wir können uns auf den ersten großen Festival-Bühnen beweisen und pushen seit dem Release mit jedem neuen Song und Musikvideo unsere kreativen Grenzen.“
Ihre Entscheidung, sich bei Local Heroes Bayern zu bewerben, fällt aufgrund persönlicher Empfehlungen. „Wir fanden die Idee mehreren Newcomern auf der Bühne des ‚Ab geht die Lutzi‘-Festivals die Möglichkeit zu geben sich zu beweisen sehr schön.“ Groß sei dann auch die Freude gewesen, es tatsächlich in die Top 5 geschafft zu haben. Denn es bedeutet für sie auch „die Möglichkeit in ein neues kreatives Netzwerk einzusteigen und neue Leute kennen zu lernen.“ Positiv empfinden sie außerdem die Abgrenzung zu anderen Formaten und die Betonung des persönlichen Kontakts zu den Künstlern. Denn Erfahrungen, die sie in der Vergangenheit machen durften, gestalteten sich anders. „Danach wollten wir erstmal nicht mehr an Contests teilnehmen, weil wir der Meinung sind, dass Musik nicht ‚in Konkurrenz‘ miteinander stehen sollte. Für uns ist der große Unterschied dieses Mal der Rahmen in das Local Heroes Landesfinale stattfindet und die Herangehensweise, dass wir es selbst gar nicht als Contest für uns wahrnehmen wollen.“
Für PLUME ist jedes Konzert mehr als nur ein Auftritt: „Wir freuen uns auf eine Show, an die sich alle Anwesenden noch lange erinnern werden.“ (Foto: Kornelia Zimmermann)
Entsprechend gelassen gehen sie auch in das Landesfinale. Druck verspüren sie nicht. Im Gegenteil. „Es ist eher eine große Vorfreude“, sagen sie. Die eigene Stärke sehen sie klar. Sie wissen, was sie auf die Bühne bringen können. Und genau das wollen sie zeigen. Was das Publikum erwartet, formulieren sie ohne Umwege. „Die volle PLUME Experience. Geordnetes Chaos, rohe Energie und keinen Moment der Stille.“ Ein Versprechen, das weniger nach Setlist klingt als nach Zustand.
Landesfinale in Rottershausen: Zeit für eine Premiere
Dabei bleibt Raum für Entwicklung. Immerhin ist seit der Bewerbung unglaublich viel passiert. „Erst kürzlich haben wir unseren Plattenvertrag bei Arising Empire unterschrieben. Kurz darauf haben wir auf unserem Musikvideo zum Song ‚Furious Icon‘ innerhalb weniger Wochen knapp 500.000 Aufrufe erreicht. Außerdem konnten wir bei diversen Support-Shows und auf dem c/o pop Festival in der ersten Hälfte von 2026 viele neue Leute erreichen und unsere Show auf verschiedenste Bühnen in Deutschland bringen“, fassen sie zusammen. Und on top: Nebenbei sei das Debüt-Album „Saferooms & Healing Frequencies“ fertig produziert worden, das am 25. September 2026 erscheinen werde.
Völlig klar, dass sie nun auch beim Landesfinale neue Songs erstmals auf einer Festivalbühne präsentieren werden. Ein besonderer Moment, auch für sie selbst. Live wird damit zum Testfeld für das, was zuvor im Studio entstanden ist.
Auch ihr Blick auf die eigene Zukunft ist klar formuliert. PLUME wollen weiter. Mehr Bühnen, mehr Länder, mehr künstlerische Freiheit. „Immer neue Grenzen austesten“, nennen sie als Ziel. Es geht nicht um Stillstand, sondern um Bewegung. Diese Haltung spiegelt sich auch im Inneren der Band wider. Unterschiedliche Perspektiven, verschiedene Einflüsse, aber ein gemeinsamer Anspruch. „Ein sehr hoher Anspruch an alles, was wir als Band hervorbringen“, beschreiben sie selbst. Dazu kommt ein klares Commitment. Jeder in der Band weiß, dass genau das der Weg ist. Gleichzeitig verlieren sie den Blick für die Szene nicht. Sie sprechen offen über die Herausforderungen für junge Acts, über fehlende Strukturen und die Notwendigkeit, sich selbst zu organisieren. Ihr Appell ist entsprechend deutlich. Kleine Konzerte besuchen, Artists unterstützen, sichtbar bleiben.
Ihr Antrieb ist seit Anfang derselbe geblieben: „Die Vision mit einer Band Kunst zu schaffen und auf Bühnen zu stehen.“ (Foto: Jessy Romero Walter)
PLUME leben diesen Appell. Sie sind Band, die nicht darauf wartet, entdeckt zu werden, sondern aktiv Räume schafft. Für sich und für andere. Und die genau weiß, wo sie hingehört. Auf die Bühne.
Text: Nicole Oppelt
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Local Heroes Bayern ist ein Riesenprojekt. Gestemmt wird es ehrenamtlich und damit unabhängig. Das ist auch gut so! Doch ohne Unterstützer für die gemeinsame Sache geht es nicht. Support bekommt das Local Heroes Bayern-Team von König & Meyer, Cordial GmbH, pixelagenten (Werbeagentur), STOLZ Bauunternehmen (Hammelburg), Nadel NESt (Tattoo & Piercing), Posthalle Würzburg und natürlich dem Ab geht die Lutzi-Festival. Ohne diejenigen, die an Local Heroes Bayern und vor allem die teilnehmenden Künstler glauben, könnte so ein Projekt nicht realisiert werden.
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